Höchste Garantierente am Markt

Letzte Gelegenheit sich die Höchstrente zu sichern

Seit Ausbruch der Finanzkrise beobachten wir ein verstärktes Interesse der Bürger an konservativen Auszahlungsplänen und Rentenversicherungen. Dabei hat sich der Fokus der Interessenten für Leibrenten im Vergleich zu früheren Jahren markant geändert: Standen früher vor allem die Gesamtrenten im Fokus konzentrieren sich die Anleger heute in erster Linie auf die garantierte Rente. Diese ist, nach der Senkung des Garantiezinses, seit dem 1. 1. 2012 spürbar tiefer. Gute Nachricht für alle, denen ein Abschluss zu diesem Stichtag nicht möglich war: Der Anbieter mit der höchsten Garantierente im vergangenen Jahr lässt sein Angebot noch bis Anfang März weiter laufen. Cleveren Anlegern bietet sich deshalb für kurze Zeit ein wahres Schnäppchen!

Nicht nur Privatanleger fragen sich in diesen Tagen, wie sie ihr Geld sicher und rentabel anlegen können. Auch viele institutionelle Anleger (Stiftungen, Versicherungen, Pensionskassen, etc.) und Betriebe stehen vor diesem Problem, denn sie sitzen auf randvoll gefüllten Kassen und haben zum Teil einen enormen Anlagenotstand, denn mit 1% Zins lassen sich ihre Verbindlichkeiten (etwa im Falle von Versicherungen) nicht finanzieren. Ist das die Stunde der Aktie?

Kommen Lebensversicherungen am Ende ihrer Laufzeit endlich zur Auszahlung, sollte die Freude über den Geldsegen eigentlich groß sein. Seit einigen Jahren beobachten wir jedoch eine steigende Zahl von Versicherten, welche beim Anblick des definitiven Auszahlungsbetrages enttäuscht, ja verärgert reagieren. Zu Recht?

In jungen Jahren bedeutet die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung nicht nur ein Plus an Leistungen, sondern im gleichen Maße auch ein Minus an Prämie. Für viele Arbeitnehmer ist der Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in die PKV deshalb in erster Linie eine Sparmaßnahme. Ein fataler Irrtum schaut man nicht nur auf die Eintrittsprämie, sondern betrachtet den gesamten Lebensprämienzyklus. Im Alter werden steigende Prämien allzu oft zu einem existenziellen Problem. Strategien zur Prämienreduktion sind nun gefragt. Eine Erhöhung des Selbstbehaltes, wie er immer wieder von den privaten Krankenversicherungen vorgeschlagen wird, wäre der zweite, nicht minder fatale Irrtum.

Erhöht eine private Krankenversicherung ihre Prämien, erhalten die Versicherten ein Sonderkündigungsrecht von vier Wochen. Solche Prämiensteigerungen fallen bei den meisten Gesellschaften und Tarifen jedes Jahr an, weshalb am Ende des Jahres jeweils viel Bewegung auf dem Markt ist. Nicht alle Gesellschaften pflegen dabei denselben Sportsgeist. So fiel 2011 einer der größten Preistreiber der Branche, die ehemalige Billigkasse Central, durch besonders wenig Fair Play auf. Für mich ein klarer Fall von Roter Karte.

Dank den Segnungen der plastischen Chirurgie sieht man älteren Menschen heute nicht mehr unbedingt an, wie alt sie sind. Der Trend geht hin zu ageless. In der Schweiz macht zurzeit ein Buch mit dem Titel The of Age Less Furore. Allerdings handelt es sich hier nicht um den schönen Schein, sondern um die weniger glamouröse Realität: Wir stehen vor einer dramatischen Zeit des Weniger.

Inzwischen hat sich der Kult auch in Deutschland breitgemacht: Jeweils am letzten Tag des Monats Oktober ziehen gruselig gewandete Kinder von Tür zu Tür, um mit dem Spruch „Süßes oder Saures!“ die Angesprochenen um einige Süßigkeiten zu erleichtern. Wenige Tage später setzt dann die eigentliche Horrorsaison ein. Es ist die Zeit, in welcher die PKV Versicherungen bekannt geben, welche Prämie sie fürs neue Jahr verlangen werden. Dabei hat der Versicherte keine Wahl zwischen Süßem und Saurem – es bleibt ihm nur die Wahl in den sauren Apfel zu beißen oder sich zu wehren. Besonders bei älteren Versicherten stehen dabei die Chancen nicht schlecht.

Die erste Novemberwoche des Jahres 2011 startete gleich mit einem historischen Knaller: Die zehnjährige Bundesanleihe zahlte gerade noch 1,8% Zins. Für eine Anlagedauer von 6 Monaten gab es gar nichts mehr zu verdienen! Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass nichts darauf hindeutet, dass die Schuldenkrise ohne Inflationswelle gelöst werden kann. Wäre das nicht eigentlich die Zeit in wertstabile Sachwerte zu investieren? Etwa in Immobilien(fonds)?

Fondspolicen bilden keine eigene Anlagenklasse, sondern sind lediglich eine Hilfe für die private Vermögensverwaltung. Trotzdem möchte ich es im Rahmen meiner kleinen Serie, in welcher ich die gängigen Kapitalanlagen auf ihre aktuelle Krisenbeständigkeit abchecke, als eigenen Bereich behandeln. Nicht ohne Grund: Anteilsgebundene Lebens- und Rentenversicherung bedienen weitgehend dasselbe Klientel, welches in früheren Jahren klassische Lebensversicherungen gezeichnet hat. Diese Anleger suchen Ruhe und Sicherheit und ernten statt dessen Stille – weil sie nicht betreut werden – und Verluste. Gerade die Verluste dürften sich in naher Zukunft sogar noch ausweiten.

Im Jahr 2008 sind die Finanzmärkte in eine tiefe Krise gefallen, weil zuvor die Ratingagenturen den Banken erlaubt haben ihre Ramsch-Hypotheken zu großen Einheiten zusammen zu fassen, um sie dann als Triple A Anlagen wieder das Volk zu bringen. Marode bleibt marode, auch wenn sich die Betroffenen stützend die Hand reichen. Daran wird wohl auch der Europäische Rettungsschirm (EFSF) scheitern, denn auch hier gilt die Ungleichung: Zweifelhafte Bonität + zweifelhafte Bonität ergibt nicht beste Schuldnerqualität.

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